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Ein neuer Tag für Céline Dion

Am 25. März 2002 wird der Sony-Music-Superstar A New Day Has Come veröffentlichen – Célines erstes Album, seit sie von 2000 an ihre Karriere für zwei Jahre unterbrochen hat, und Célines erste Sammlung neuer Songs seit *Let’s Talk About Love* aus dem Jahr 1997.
Bis heute hat Céline Dion weltweit mehr als 140 Millionen Alben verkauft, darunter 28 Millionen Exemplare von *Let’s Talk About Love*. Aber mit A New Day Has Come hat Céline die reifste und vielfältigste Musik ihrer außergewöhnlichen Karriere geschaffen. Die 16 Lieder des Albums reichen von reinem Pop des 21. Jahrhunderts (A New Day Has Come, Ten Days) bis zu dramatischen Balladen (Have You Ever Ever Been In Love) und von atemberaubendem Dance (Sorry For Love) bis zu zwei Klassikern aus dem Great American Songbook, die schon vor der Geschichte des Rock entstanden (At Last, Nature Boy).

"Ich habe meine Stimme zwei Jahre lang überhaupt nicht trainiert", sagt Céline. "Als ich dann ins Studio ging und meine Stimmübungen ausführte, meine Stimme ’wiederentdeckte‘ – ja, da war ich ein wenig aufgeregt. Aber die erste Session lief so gut ... Ich merkte, dass mein Gesang lockerer und nicht so angespannt war. Immer noch kräftig, aber kontrollierter, und ich glaube, das kommt vom Glück! Ich mag es nicht, zu viel Zeit im Studio zu verbringen. Ich mag es nicht, meine Lieder zu erarbeiten, sie wieder und immer wieder zu singen – man muss seine Gefühle schon beim ersten Mal finden. Es muss ganz natürlich passieren."

Der Titelsong des Albums, A New Day Has Come, ist in zwei verblüffend verschiedenen Versionen vertreten. Die ursprüngliche Aufnahme, produziert und arrangiert von Walter Afanasieff und Aldo Nova, ist ganz pastellene Eleganz in einer zerbrechlichen Anordnung, fast schon ein a cappella. Der Radio-Remix dagegen erhöht den Rhythmus – und verwandelt das Stück in ein jubelndes Meisterwerk des Pop. Das Video zu A New Day Has Come entstand unter der Regie von David Meyers, dessen Lebenslauf unter anderem Hitvideos für Kid Rock, Aaliyah, Creed und Britney Spears ausweist.
Ten Days, mit seinen eindringlichen Gitarren-Licks und dem verführerischen Gesang in tieferer Tonlage, ist ein deutlicher Wechsel in Célines Gangart. Ten Days wurde komponiert vom französischen Starsänger Gérald De Palmas und Maxime Le Forestier. "Ich habe oft in letzter Zeit Gérald De Palmas’ Musik genossen", begeistert sich Céline. "Dieses Lied habe ich ganz besonders geliebt und Aldo Nova gebeten, die englische Übersetzung vorzunehmen; daraus wurde Ten Days. Es hat mehr von einem Rock-Song, was für mich etwas ungewöhnlich und sehr erfrischend ist. Ich liebe meine Balladen, aber sage mir gleichzeitig, warum nicht mal etwas anderes probieren? Musik ist stetiger Wandel, und ich möchte mich nicht auf nur einen Stil beschränken."
Weil wir gerade von Balladen sprechen, Have You Ever Been In Love zeigt die klassische Céline Dion in der Tradition von *Where Does My Heart Beat Now* und *The Power of Love*. Vom zurückhaltenden Beginn der ersten Strophe aus baut sich das Stück unerbittlich zu einem spannenden Höhepunkt auf. Daryl Hall (von Hall & Oates) ist einer der vier Ko-Autoren, produziert haben die schwedischen Hitmacher Anders Bagge und Peer Astrom.
Im Gegensatz dazu ist Rain, Tax (It’s Inevitable) fast funky mit seinem elektronisch gefärbten Arrangement und dem ansteckenden Chor. Der Song wurde vom englischen Duo Charlie Dore und Terry Britten geschrieben und von Christopher Neil produziert. "Dieses Lied hat eine total andere Ausstrahlung", sagt Céline, "und es ist eines meiner Lieblingsstücke auf dem Album. Wie die meisten meiner Lieder kam es über Vito Luprano [Produktionsleiter von A New Day Has Come] zu mir. Er hört sich um die tausend Lieder jedes Jahr an – armer Kerl! – und schickt mir vielleicht hundert davon, aus denen ich auswähle."
Kein Céline-Dion-Album wäre vollständig ohne mindestens einen Track mit Up-Tempo-Dance-Music. Auf A New Day Has Come gebührt Sorry For Love diese Ehre. Es werden sicher noch verschiedene Mixe erscheinen, die Originalversion wurde aber produziert von Anders Bagge, Peer Astrom (der alle Instrumente spielte) und Arnthor Birgisson.
Das Album schließt mit der persönlichen Note des Nat-King-Cole-Klassikers Nature Boy. Célines warme, unverfälschte Stimme passt perfekt zu der gefühlvollen Klavierbegleitung von Jorge Calandrelli. "Unsere erste Idee war es, ein orchestrales Arrangement um das Klavier herum zu bauen", erinnert sie sich, "aber wir entschieden uns, es sehr einfach und rein zu halten. Es ist wirklich eine Aufnahme, die in einem Rutsch eingespielt wurde: Wer genau aufpasst, kann Jorges Fuß auf den Pedalen des Klaviers hören. Er folgte mir, ich folgte ihm ... und es war meine vielleicht schönste Erfahrung beim Einspielen des Albums."

Im März 2003 wird die Sängerin ihr dreijähriges Engagement mit 600 Auftritten im Caesars Palace in Las Vegas aufnehmen. Céline wird in einem maßgefertigten Theater mit 4000 Plätzen, dem Caesars Palace Coliseum, in einer musikalischen und theaterorientierten Aufführung unter der Regie von Franco Dragone ("O", "Mystere") auftreten. "Als ich 2000 den Cirque du Soleil in Las Vegas sah", erläutert Céline, "hat dies meine Sicht verändert. Ich sagte, ich möchte so auftreten – ich möchte genau so eine Show fürs Auge, die aus jedem Lied ein visuelles Ereignis macht. Und das hätten wir auf einer Tournee niemals geschafft. Die Bühnenausstattung, die Spezialeffekte – abgesehen von den Kosten hätte die Logistik der Reisen es unmöglich gemacht. Caesars war in der Lage, uns alles zu geben, was wir wollten: das Theater zu bauen, die Arbeit mit Franco Dragone, 50 bis 60 Darsteller mit mir zusammen auf einer Bühne – es gibt keine Grenze."
Dieses neuartige Arrangement wird es Céline auch erlauben, jeden Abend heimzugehen zu ihrem geliebten Gatten René Angélil und ihrem Sohn René-Charles, der am 25. Januar 2001 geboren wurde. Wenn sie auf ihre langjährigen, internationalen Tourneen zurückblickt, sagt Céline einfach: "Ich bedaure nichts. Es hat so viel Spaß gemacht. Wenn du keine andere Verantwortung trägst als einfach nur die beste Show abzuliefern, ist das fein. Wirst du aber einmal Mutter, sieht die Sache anders au
s."

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